Projekt Abendkleid – Teil 1
Es gibt das Sprichwort: Große Ereignisse werfen ihre Schatten vorraus.
Bei mir wird das erste Highlight des Jahres der Besuch des Semperopernballs in Dresden am 6. Februar 2026 sein. Der Dresscode ist vorgeschrieben – Herren: Smoking oder Frack, Damen: langes Abendkleid. Um meiner Leidenschaft am Nähen zu fröhnen, lasse ich mir es natürlich nicht nehmen, das Kleid selbst zu schneidern. Einen Tüllstoff mit Pailletten-Ornamenten habe ich schon vorrätig.
Auf der Suche nach einem schönen Schnittmuster gehe ich natürlich erst mal ins Internet und lasse mich inspirieren: tiefer Ausschnitt – nein, Wasserfall – vielleicht, lange oder 3/4-Ärmel – ja, Puffärmel – nein, angeriehener Rock – nein, Taille betonen – ja ...
Zu guter Letzt blättere ich meine SM-Mappe durch. Ich hebe seit Jahren alle Schnittmuster auf (manche gut passende Kleider, Shirts oder Hosen habe ich schon mehrfach genäht; mit einem anderen Stoff ist die Wirkung immer wieder neu).
Meine Entscheidung fällt auf das Abendkleid aus der Burda Style 12/2015, Modell 110. Ein 10 Jahre altes Schnittmuster? JA! Elegante Abendkleider kommen nie aus der Mode.
Das Schnittmuster hat zwar eine Lange Damengröße, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass bei Burda-Schnitten die Taille immer etwas hoch angesetzt ist.
Um sicher zu gehen, nähe ich erst mal ein Probekleid aus einem preiswerten Stoff aus meinem Fundus.
